Die Wertmethode ist für die Mitarbeitenden die gerechtere Methode. Allerdings ist ihre Berechnung vergleichsweise komplex und daher nicht selbsterklärend. Insbesondere in Wochen mit einem Feiertag kann es zu Unterstunden kommen, obwohl ansonsten regulär gearbeitet wurde.
Unterhalb sehen Sie ein Beispiel im Vergleich zwischen einer Woche, in der der Feiertag auf einen regulären Arbeitstag fällt, und einer Woche, in der der Feiertag auf einen ohnehin arbeitsfreien Tag fällt.
Beispielangaben:
Pensum: 100%
Stunden pro Woche: 42h
Stunden pro Arbeitstag: 8h 24 Minuten
Feiertag fällt auf einen regulären Arbeitstag:
In einer 42-Stunden-Woche, die rechnerisch auf sechs Tage verteilt wird, ergeben sich 7 Sollstunden pro Tag.
In der Praxis arbeiten die meisten Mitarbeitenden jedoch nur an fünf Tagen pro Woche.
Zur Vereinfachung nehmen wir an, dass an jedem Arbeitstag gleich lange gearbeitet wird, nämlich 8 Stunden und 24 Minuten.
Die Soll-Arbeitszeit für die Woche beträgt 42 Stunden. Fällt in diese Woche ein Feiertag, werden dafür jedoch nur 7 Stunden gutgeschrieben, obwohl die Mitarbeiterin an diesem Tag normalerweise 8 Stunden und 24 Minuten arbeiten würde.
Dadurch entsteht am Ende der Woche eine Minuszeit von 1 Stunde und 24 Minuten.
Feiertag fällt auf einen ohnehin arbeitsfreien Tag:
Fällt der Feiertag auf einen der sechs Tage, an dem der Mitarbeitende nicht arbeiten müsste, werden ihm dennoch 7 Stunden gutgeschrieben, da die Sollarbeitszeit rechnerisch auf sechs Tage verteilt ist.
Am Ende der Woche entsteht dadurch eine Überzeit von 7 Stunden.
Somit sieht man, dass bei einer 6-Tage-Verteilung kurzfristig Plus- oder Minuszeiten entstehen können, je nachdem, ob der Feiertag auf einen Arbeits- oder freien Tag fällt. Langfristig gleicht sich dies jedoch genau aus, sodass keine zeitliche Benachteiligung entsteht. Fünfmal -1 Stunde und 24 Minuten und einmal +7 Stunden ergeben zusammen genau 0 Stunden Zeitdifferenz.
Der gleiche Effekt tritt selbstverständlich auch bei Teilzeitmitarbeitenden auf, wobei die Berechnung der Arbeitszeit entsprechend ihres individuellen Pensums angepasst wird.
Um den Einfluss von Feiertagen in der Statistik zu verkleinern, empfiehlt es sich, längere Zeiträume auszuwerten.